In den letzten Jahren haben sich Eiweiß (Proteine), Eiweißshakes und Eiweißkonzentrate im Bereich der Sporternährungsprodukte und Nahrungsergänzungen etabliert. Dies überrascht nicht, da Eiweiß der wichtigste Muskelbaustein ist. Beim Menschen setzen sich die Proteine aus 22 verschiedenen Aminosäuren zusammen. Dabei sind 8 Aminosäuren essentiell. Diese kann der Körper nicht selbst bilden, wodurch sie mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.
Beim Menschen ist Eiweiß ist gleich nach dem Wasser der zweitwichtigste Bestandteil des Körpers. Eiweiß wird für die Bildung von Enzymen, Hormonen und Genen benötigt. Außerdem ist Eiweiß Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin, das den Sauerstofftransport im Organismus erledigt. In erster Linie sind die Eiweiße jedoch Aufbaustoffe im Baustoffwechsel des Körpers. Sie werden für den Aufbau von Muskeln, Sehnen, Haaren, Haut, Nägeln, Knochen und Zellen benötigt.
Krafttraining und schwere körperliche Arbeit bringen einen Verschleiß von Muskelfasern mit sich. Für die Regeneration dieser Verschleißerscheinungen ist eine individuell angepaßte Zufur von Eiweiß erforderlich. Nicht nur in der Regenerationsphase nach dem Training, sondern auch an den trainingsfreien Tagen werden laufend Proteine auf- und abgebaut. Aufbau bzw. Abbau werden auch als Anabolismus bzw. Katabolismus bezeichnet. Diese Stoffwechselvorgänge entscheiden über den Auf- oder Abbau von Muskelmasse. Bei höherer anaboler Rate erfolgt eine Muskelzunahme, bei höherer kataboler Rate ein Abbau von Muskelmasse.
Der Körper kann Protein allerdings nur in geringen Mengen und über kurze Zeiträume speichern. Im sogenannten Aminopool wird diese Proteinreserve in Form von Aminosäuren gespeichert. Der Aminosäurenpool enthält etwa 500 bis 700 Gramm. Diese sind jedoch gerade bei regelmäßigem Krafttraining schnell aufgebraucht. Das Anpassen der Proteinmenge an den individuellen Bedarf ist deshalb sehr wichtig. Sie sollte über den Tag verteilt in kleineren Portionen aufgenommen werden.




