Heutzutage gibt es auf dem Markt für Nahrungsergänzungen im Bereich der Sporternährung eine fast unüberschaubare Produktvielfalt. Dies betrifft auch Eiweißkonzentrate für Sportler bzw. für Muskelaufbau. Dadurch wird es dem Konsumenten nicht gerade leicht gemacht, die Qualität der einzelnen Produkte zu beurteilen. Kriterien wie guter Geschmack, gute Löslichkeit oder auch nur ein schöner Verpackungsaufdruck sollten bei der Wahl nicht allein ausschlaggebend sein. Viel wichtiger bei der Auswahl eines Proteinkonzentrates ist die Qualität des Produkts. Sporternährungsprodukte wie auch die Proteinkonzentrate müssen dabei bestimmte Grundanforderungen für Lebensmittel erfüllen.
Zum einen müssen sie frei von schädlichen Begleitstoffen und gesundheitsbedenklichen Keimen wie Bakterien oder Pilzen sein. Außerdem werden an ein Proteinkonzentrat spezielle ernährungsphysiologische Anforderungen gestellt. Gerade ein Sportler mit regelmäßigem Training muss trainingsbedingte Proteindefizite schnell ausgleichen können, sich möglichst schnell regenerieren und den Muskelaufbau optimieren. Außerdem verwenden auch Personen mit Lebensmittelallergien oder bestimmten Stoffwechselerkrankungen Proteinkonzentrate.
Als kleine Einkaufshilfe erhalten Sie im Folgenden Informationen über wichtige Qualitätsmerkmale für Proteinkonzentrate. Die Biologische Wertigkeit (BW) ist dabei für den Nutzen des Proteinkonzentrates ausschlaggebend. Je höher die Biologische Wertigkeit ist, desto mehr Muskelzuwachs kann mit einer bestimmten Proteinmenge erreicht werden. Bestimmt wird die Biologische Wertigkeit aus den nach der Verdauung noch enthaltenen Aminosäuren aus dem Eiweiß, die dann zur Proteinsynthese im Körper zur Verfügung stehen. Für eine möglichst hohe Biologische Wertigkeit sollten verschiedene Proteine kombiniert werden, da diese ein optimales Aminosäurenmuster erzielen. Eiweiße aus verschiedenen Nahrungsquellen ergänzen sich gegenseitig in ihrem Aminosäuremuster. Kombiniert man verschiedene Proteinquellen, ist die Biologische Wertigkeit höher als durch den Genuss eines einzelnen Nahrungsmittels. Basisgröße zur Ermittlung der Biologischen Wertigkeit ist das Vollei, das eine Biologische Wertigkeit von 100 aufweist.
Überblick über Biologische Wertigkeiten verschiedener Nahrungsmittel:
Tierische Proteine
Vollei: 100
Rindfleisch: 92-96
Fisch: 94
Milch: 88
Edamer Käse: 85
Schweizer K.: 84
Pflanzliche Proteine
Soja: 84
Roggen: 76
Bohnen: 72
Reis: 70
Kartoffel: 70
Brot: 70
Linsen: 60
Weizen: 56
Erbsen: 56
Mais: 54
Proteingemische
Vollei und Kartoffel: 137
Vollei und Milch: 122
Vollei und Weizen: 118
Milch und Weizen: 105
Bohnen und Mais: 101
Nicht nur die Biologische Wertigkeit spielt eine Rolle. Auch die Art der Rohstoffgewinnung ist wichtig. Bedeutendes Qualitätsmerkmal ist hier insbesondere die Trocknungsmethode. Ein hochwertiger und teurer Rohstoff bringt wenig, wenn durch gravierende Fehler in der Produktion die ursprüngliche Qualität deutlich verschlechtert wird. Um diese bestmöglich zu erhalten, muss das Protein bei niedrigen Temperaturen getrocknet werden. Seriöse Hersteller verwenden hierfür die Sprühtrockung. Andere Anbieter wählen nicht die Sprühtrockung, sondern trocknen die Proteine bei hohen Temperaturen mit Walzen. Dieses Verfahren ist äußerst schlecht, da dadurch das Aminosäurenmuster geschädigt wird. Somit wird die Qualität des Endprodukts deutlich verringert. Ein gutes Produkt enthält außerdem zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe. Diese Wirkstoffe optimieren die Aufnahme und Verwertung der Proteine. Im Proteinstoffwechsel besitzen insbesondere die B-Vitamine eine Schlüsselfunktion. Ein gutes Proteinkonzentrat sollte deshalb Vitamine der B-Gruppe enthalten.




